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Text For The Month / Monatsspruch

Text for the months of August and September 2009
Monatssprüche für August und September 2009

 

August 2009

Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

4. Mose, 6,24-26

Dieser Segensspruch heißt auch "Der Aaronitische Segen". Es ist der älteste überlieferte Segensspruch der Bibel, der bis heute sowohl im Gottesdienst des Judentums als auch des Christentums gesprochen wird. Er wird Aaron und seinen Söhnen, den Ahnen aller israelitischen Priester und Hohepriester, für das ganze Volk Israel aufgetragen. Er stand nach dem Kontext in enger Verbindung mit dem Opferkult am Tempel in Jerusalem, kann aber auch schon vorher unabhängig davon bekannt gewesen sein. Die älteste überlieferte Handschrift stammt aus dem 7. Jahrhundert vor Christus.

In der Kirche wurde der Text selten benutzt, bis Martin Luther ihn 1525 in den evangelischen Gottesdienst einführte. So ist er heute besonders in protestantischen Kirchen und im Judentum am Ende des Gottesdienstes in Gebrauch.

Aber was bedeuten die Worte?

Der Herr segne dich und behüte dich - das erklärt sich von selbst.

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig - hier wird es schon schwieriger. Religionsforscher denken dabei vielleicht an den alten ägyptischen Sonnengott Re, der des Tages seine Strahlen zu den Menschen schickt. Allerdings wurde Gott bei den Israeliten völlig unabhängig von Himmelkörpern und anderen Dingen gesehen. Was sie aber nicht davon abgehalten hat, in menschlichen Bildern von ihm zu sprechen. Ist es nicht großartig, wenn ein Gesicht Freude und Wärme ausstrahlt? So, wünscht uns der Segensspruch, möge Gott auf uns gucken: über das ganze Gesicht strahlend vor Liebe und Güte.

Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. Gemeint ist eine Zuwendung des Gesichts, der Aufmerksamkeit. Wenn jemand dem anderen das Gesicht zuwandte, war das ein Akt der Anerkennung, der Freundschaft. Und wenn etwas vorgefallen war, hieß es auch Vergebung. Wenn Gott dagegen sein Angesicht abwandte, dann war das gleichbedeutend mit Fluch und Todesverheissung. So soll nun Gott sich uns zuwenden, unsere Schuld vergeben und Ruhe und Frieden in unsere Herzen einkehren lassen, bittet der, der den Segen spricht. Das wünsche ich uns allen.

 

September 2009

Where your treasure is, there your heart will be also.

Luke 12.34

What is your treasure? And where is it? Or the other way round: Where is your heart? What has top priority in your life?

Breathing, drinking and eating would be quite high on our list of priorities. But that goes without saying. It's hardly a question of whether we breathe or whether we eat and drink. Perhaps we consider the quality and quantity of food and drink a bit more, but not whether or not we should have some.

LiliesBut people tend to worry. That was not different in the days of Jesus. They worried about having enough to eat and clothes to wear. From that worry come provisions for a rainy day and then some more provisions, just in case. And gradually people are more occupied with squirreling wealth together than thinking about God and the world, or their neighbours. Just to make sure they have enough.

Jesus was not pleased with this attitude (Luke 12.22-34). He tells them about the birds, who don't gather in barns, and the lilies that are just perishable grass and yet clothed in great beauty. They don't make a fuss and God still feeds and clothes them. Aren't we more important to God then them? He loves us and knows our needs. So, do not cling to transient things by hoarding them unnecessarily! Open your eyes for the needy and use your wealth, loving God and your neighbour! That will give you a treasure that can't be stolen and that can't perish. Make God and your neighbour your treasure; they should have top priority over all things. And by doing this you will also do yourself good.

Udo Bauer

 

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