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Text For The Month / Monatsspruch

Text for the months of October and November 2009
Monatssprüche für Oktober und November 2009

 

Oktober 2009

Gott spricht: Ich schenke ihnen ein anderes Herz und schenke ihnen einen neuen Geist. Ich nehme das Herz von Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch. Hesekiel 11,19

Lange Jahre vor der Zeit, in der Gott durch den Propheten zu seinem Volk so spricht, hatte der große König David unter dem Druck seines “steinernen Herzens” zur Harfe gegriffen und zu Gott gebetet: Schaffe in mir Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist (Psalm 51,12). Die zwischen dem Psalm und der Zusage im Monatsspruch vergangene Zeit ist wie ein Tag, denn Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit bereit, den Menschen ein anderes Herz und einen neuen Geist zu schenken. Schenken und Schaffen sind hier gleichbedeutend. Von Gott her ist beides Schöpfung. Was der Mensch jedoch in seinem freien Willen mit diesem Geschenk macht, da mischt sich der Geber nicht ein. Er überläßt es dem Beschenkten, ob er die gute Gabe in Dankbarkeit annimmt oder sie verachtet.

Ein Herz aus Fleisch ist ein lebendiges Herz, das sich in Glauben, Hoffnung und Liebe dem Schöpfer zuwenden kann, denn Gott der Herr spricht: Ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden. Darum bekehret euch, so werdet ihr leben. (Hesekiel 18,32). Diese Zusage bringt uns zum Spruch für den folgenden Monat.

 

 

Drawing of crosses and a ring

In wenigen Monaten feiern wir das 150-jährige Bestehen unseres Vereins. Die Verkündigung des Wort Gottes gehört nachdrücklich zu der damit verbundenen Historie. Deshalb greife ich nebenstehend auf eine alte Quelle zurück und auf eine Zeichnung von Martina Hildebrandt von vor 20 Jahren.

Bernd Hildebrandt

 

 

November 2009

Wenn Jesus - und das ist unser Glaube - gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen. 1. Thessalonicher 4,14

Die Darstellung verbindet zwei unserer christlichen Sinnbilder miteinander, das Kreuz und den Kreis (Kranz), die uns im November in besonderer Weise begegnen. Remembrance Day, Volkstrauertag, und Ewigkeitssonntag bringen uns die oft unübersehbaren Felder von Kreuzen auf Soldatenfriedhöfen vor Augen. Auf den Friedhöfen und an den Gedenkstätten werden Kränze niedergelegt.

Vor 50 Jahren kam eine Reisegruppe vom Volksbund für deutsche Kriegsgräberfürsorge in unser CVJM-Haus. Es waren die Eltern, Geschwister und Witwen von gefallenen deutschen Soldaten, die nun, lange Jahre nach dem Krieg, zum ersten Mal vor den Gräbern ihrer Angehörigen standen. Vor der Abreise wurde ich gebeten, in einer Andacht zu den Trauernden zu sprechen. Ich führte sie im Geist wieder auf das Feld mit den unübersehbaren Kreuzen und verkündigte ihnen über dem Bild des Kreuzes, was uns der Apostel Paulus im Spruch für diesen Monat zuspricht.

Warum stellen Christen zu Häuptern der Gräber Kreuze auf? Als Zeichen des Todes war das Kreuz schon bei den ersten Christen gemieden und hätte in dieser Bedeutung nie zu einem ihrer größten Symbole werden können. Es wurde jedoch zum Symbol, als man gleichsam durch den Tod am Kreuz hindurch die Auferstehung und das ewige Leben erblickte. Da wurde das Kreuz zum Siegeszeichen Christi über die Macht des Todes. Die Kreuze über unseren Gräbern rufen uns deshalb zu: Der Tod ist verschlungen in den Sieg und Ich bin die Auferstehung und das Leben.

Was für das Kreuz gilt, trifft in gleicher Weise für den Kranz zu, den wir auf dem Grab niederlegen. Der geschmückte Kranz ist ebenfalls ein Zeichen des Sieges, und nicht als Geste der Trauer zu betrachten.

Nachdem ich in diesem Sinne zu den Angehörigen vom Trost und der Hoffnung, die ein Christ im Zeichen des Grabkreuzes sieht, gesprochen hatte, kam der Reiseleiter zu mir und sagte: “Sicher müssen Sie in ihrem Amt so sprechen, aber was Sie da von Trost und Hofffnung gesagt haben, das ist doch vollkommen unrealistisch. Sie sollten mal miterleben, wie diese Menschen sich voll Schmerz über die Gräber werfen. Da ist nur Schmerz und Verzweiflung. Etwas anderes finden Sie nicht”.

Natürlich hatte der Mann mit seinen Erfahrungen recht. Er hatte auch recht in der Beobachtung, dass es mir nicht darum ging, in diesen Menschen die Wirklichkeit ihres Schmerzes erneut aufzudecken oder gar zu vertiefen.

Francois Mauriac schrieb in seinem Buch “Von Tag und Ewigkeit” in klarer Weise über die Situation des Menschen am Grab:

Ein Friedhof stimmt uns nur deshalb so traurig, weil es der einzige Ort auf der Welt ist, wo wir unsere Toten nicht wiederfinden. Überall sonst tragen wir sie in uns. Wir brauchen nur die Augen zu schliessen, um im Nacken ihren Atem oder auf unserer Schulter ihre geliebte Hand zu spüren. Haus und Garten halten ihr Gedächtnis gleichermaßen fest… Auf dem Friedhof aber glauben wir, wir müssten uns von unserem eigenen Herzen abwenden, in dem doch unsere Toten lebendig sind und sie draußen auf der Erde, unter der Erde suchen…

Wenn wir diese Ausführungen als richtig bejahen und bedenken, wird uns klar, warum die Menschen, die zum ersten Mal vor den Gräbern ihrer Lieben standen, so hoffnungslos vom Schmerz überwältigt wurden. In diesem Augenblick ließ sie die lebendige Erinnerung im Stich.

Hierzu schrieb Sören Kierkegaard: Menschlich gesprochen ist der Tod das Letzte von allem; und menschlich gesprochen gibt es Hoffnung solange Leben da ist. Aber christlich verstanden ist der Tod keineswegs das Letzte von allem, sondern auch nur eine kleine Begebenheit innerhalb dessen, das alles ist, innerhalb eines ewigen Lebens.

Es ist gut, wenn unsere Gedanken nicht beim Tod stehen bleiben, sondern beim Anfang, der hinter der verschlossenen Tür auf uns wartet.

 

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