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Text For The Month / Monatsspruch

Texts for the months of April and May 2012
Monatssprüche für April und Mai 2012

 

April 2012

Jesus Christus spricht: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen. Markus 16,15

In diesem Monat feiern die Christen das Osterfest. Der altgermanische Name Ostern, (Englisch Easter), hängt mit der Himmelsrichtung Osten zusammen, der Ort der aufgehenden Sonne, im Christentum Symbol des auferstandenen Jesus Christus.

Easter decorationsEs ist der Auferstandene, der zu uns im Monatsspruch spricht; und das zu verkündende Evangelium ist die Botschaft: Gott hat Jesus Christus von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben, so dass ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt (1. Petrus 1,21). So oder ähnlich wird das Osterzeugnis der Apostel in ihren Briefen immer wieder formuliert, zeitlich sogar früher als der hier zitierte Missionsauftrag, der dem Evangelium des Markus später angefügt wurde. Es endete ursprünglich mit dem Satz: … Und sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich (Markus 16,8).

Kritische Fragen unseres Verstandes, die uns daran hindern, die Osterbotschaft fröhlich aufzunehmen und zu verkündigen, sind keine Zeichen unserer säkularisierten Zeit; sie gab es bereits in den ersten Christengemeinden. Aber die Menschen, die uns im Neuen Testament berichten und in Briefen schreiben, sind Personen, die trotz Todesdrohungen, trotz Leidens-erfahrungen einen unerschütterlichen Glauben daran hatten, dass der gekreuzigte Jesus auferstanden ist und lebt. Nur vom Auferstehungsglauben her kann man verstehen, warum das Neue Testament eine frohe Botschaft, ein zu verkündendes Evangelium ist.

Nun soll es nicht der Sinn des Osterfestes, des Feiertages sein, die Auferstehung Jesu zu diskutieren und zu problematisieren. Wir wollen nicht ans leere Grab geführt werden, um entscheiden zu müssen, ob es leer ist. Wer gläubig und im Bewusstsein des eigenen Leides die Passionszeit durchlebt hat, der möchte Ostern auch die Befreiung erleben und seiner Freude Ausdruck geben.

“Fröhliche Ostern”. Dieser Gruß am Ostermorgen soll kein leeres Wort sein wie so manch anderer gedankenlos formulierter Gruß, sondern Aufmunterung zum Fröhlich sein. Der Ausdruck der durch den Osterglauben entstandenen Lebensfreude ist das größte Zeugnis, das der Christ seiner skeptischen Umwelt geben kann.

Neben dem herzlichen Ostergruß tragen die fröhlichen Osterlieder mit ihrem Halleluja die Freude weiter:

Christ ist erstanden, hat überwunden, Gnad ist nun vorhanden, Wahrheit wird funden; darum lieben Leute, freut euch heute, lobet den Herren, Jesum, den König der Ehren!

Michael Weisses Osterlied aus dem 16. Jahrhundert nimmt hier einen der ältesten Rufe des christlichen Volkes auf. Darum lieben Leute, freuet euch heute!

Hierzu Karl Barth: “Wer die Osterbotschaft gehört hat, der kann nicht mehr mit tragischem Gesicht umherlaufen und die humorlose Existenz eines Menschen führen, der keine Hoffnung hat.” Gemeint ist das gläubige Annehmen dieser Botschaft, denn das Hören allein verändert den Menschen nicht. Da gilt noch der Satz: “Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube”, mit dem Goethes “Faust” die österliche Botschaft beantwortet.

Die aus dem Wintertod erwachende Natur hilft uns ermunternd zur Lebensfreude. Zum Beispiel ist von altersher das aus dem Ei kommende neue Leben ein Sinnbild der Auferstehung Christi geworden, obwohl die Natur, in ihrem Rhythmus von Leben, Tod und neuem Leben, das wiederum zum Tod bestimmt ist, auch gerade den Unterschied zwischen irdischem und ewigem Leben verdeutlicht.

Martin Luther nennt die Verkündigung des Osterglaubens “eine seltsame und unerhörte Predigt für die Welt, die keine Vernunft fassen und glauben kann, dass obwohl wir Sünde, Tod und des Teufels Reich fühlen, doch von demselben los und ledig werden sollen durch einen anderen, der sich unser annimmt”.

Die Osterbotschaft ist in der Tat eine unerhörte Verkündigung und deshalb bitten wir auch um den Geist der ersten Zeugen, wenn wir uns um diese Botschaft mühen.

 

 

May 2012

For everything God created is good, and nothing is to be rejected if it is received with thanksgiving. 1. Timothy 4.4

Take apples, grapes or grain. In their proper use they are good, very good. But once man gets his hands on them, he can pervert them into poison. With ease good is turned into something very harmful.

Uncountable examples of all kinds could fill this page. And this leads to the realisation that mankind is using God’s good creation in an offending manner. It is a hunt in a nonsensical cycle of power for the gain of power, wealth to create more wealth, honour to achieve greater honour, pleasure for higher pleasure, even knowledge for the sake of more knowledge. God’s good creation is misused as a means to achieve these self-centred goals. Man’s common sense flies out of the window and countless opportunities for our benefit become a plague.

Distorting good in this way may leave nothing to merit thanksgiving. This should be a wakeup call. Where else can this end than in the destruction of mankind in a single-minded determination. In the humanisation of God’s good creation, man sins against God, his fellow men and against himself. Here excellence and horror exist side by side in a massive confusion. And it is God’s love and grace that he does not turn away from this desecration. But: Do not be deceived: God cannot be mocked. A man reaps what he sows. The one who sows to please his sinful nature, from that nature will reap destruction; the one who sows to please the Spirit, from the Spirit will reap eternal life. Let us not become weary to do good, for at the proper time we will reap a harvest if we do not give up (Galatians 6. 7-9).

Text and illustration by Bernd Hildebrandt

 

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