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Text For The Month / Monatsspruch

Texts for the month of December 2012 and for the year 2013
Monatsspruch für Dezember 2012 und Text für das Jahr 2013

 

Bildbetrachtung

zu Weihnachten und zum neuen Jahr

Wir wissen sehr wohl, dass Menschen, und nicht nur in unserer Zeit, Weihnachten fröhlich an der Geburt Christi vorbei feiern können. Es ist gleichsam verständlich, dass wenn wir das Weihnachtsfest im Bewusstsein der christlichen Verkündigung feiern, uns Bilder von Hirten mit ihren Schafen, prunkvoll als Könige gekleidete weise Männer, der Stall in Bethlehem mit dem Kind in der Krippe, wie auch Menschen auf der Flucht unserem Vorstellungsvermögen geradezu entgegen kommen. Sie bringen ästhetische Gefühle hervor, die leicht an dem Kern vorbei in der Oberflächlichkeit verweilen können.

The Song of Simeon in Luke 2, 22-40Schwerer ist es, eine Beziehung zu der Darstellung Jesu im Tempel von Jerusalem herzustellen. Aber diese Begebenheit gehört nach Lukas 2.22ff auch zur Weihnachtsgeschichte. Hier haben wir Verse, die tief in die Verkündigung von Krippe und Kreuz greifen. Das mag uns beim feiern der Weihnacht vielleicht ungelegen kommen, doch wäre es falsch, wenn unsere Gedanken nicht zu dem Mann vordringen, der aus dem Kind heran wuchs (Philliper 2.7) und was Jochen Klepper in seinem Weihnachtslied dichtete (EG 50): “Dein Urteilsspruch ist längst gefällt, das Kreuz ist dir schon aufgestellt”.

Zwei gottesfürchtige, alte Menschen, Simeon und Hanna, im Augenblick der Darstellung Jesu im Tempel vom Heiligen Geist erleuchtet, helfen uns hier. Ja, es ist der Lobgesang des Simeon, der das jüdische Ritual der Darstellung des dem Herrn gehörenden erstgeborenen Sohnes, wie auch das Reinigungsopfer der genesenen Wöchnerin Maria in den Hintergrund des Lichtes der Gnade Gottes stellt:

Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht, zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel.

Simeon, in der Frömmigkeit des Alten Bundes, wartet auf die Erfüllung der Prophetenworte, insbesondere die Messias Ankündigungen des Jesaja. Dazu gehört auch der Monatsspruch für Dezember:

Mache dich auf, werde licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir (Jesaja 60.1).

Da Simeon weder als Priester noch als Rabbiner vorgestellt wird, habe ich seine Frömmigkeit sinnbildlich im jüdischen Gebetsschal (Tallit) angedeutet, und seine Adventshoffnung im Grün seines Gewandes.

Der Tempel in Jerusalem, zur Zeit Jesu noch Mittelpunkt des religiösen Lebens in Israel, war ein umfangreicher Gebäudekomplex, mit dem der König Herodes die Römer beeindrucken wollte. Ein Vergleich mit unseren Kirchen wäre da in jeder Hinsicht falsch, doch aus Unwissenheit auf vielen Bildern der Darstellung Jesu so präsentiert. Da finden wir auch Simeon im Amt des Hohen Priesters oder auch als Bischof vor einem Altar stehend, und oft sind die Personen, in Unkenntnis jüdischen Brauches, ohne Kopfbedeckung zu sehen. All dies galt es zu vermeiden. Und so ist der Tempel hier im Bild lediglich durch eine Säule angedeutet, die auf alten Christgeburtsbildern gleichzeitig Symbol für das Kreuz wurde.

Jesu Vater, im Gewand erdgebundener brauner Farben, und Mutter, im Blau der Christusfarbe und dem Rot der Liebe Gottes gekleidet, sind über das Simeon Zeugnis erstaunt. Es ist ja hier keine Offenbarung durch Engel, sondern ein Prophetenwort eines Mitmenschen.

Maria wird es später schmerzlich erfahren, was auch hier noch Sinnbild ist, die Übergabe Jesu, nicht in die Arme eines frommen Mannes, sondern an eine Welt, in der seiner göttlichen Autorität widersprochen wird.

Der Lobgesang des Simeon beinhaltet auch, was uns die Kirche als Leitwort für das Jahr 2013 ausgewählt hat:

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir (Hebräer 13.14). Von der Realität unserer Vergänglichkeit ist in der Bibel immer wieder die Rede, und Simeon sieht im Glauben dem Stachel des Todes friedlich entgegen. Für ihn ist die Hoffnung auf die zukünftige Stadt zur Gewissheit geworden. In unseren Kirchenliedern wird zu diesem Thema wiederholt gesungen, wie z.B.:

“Ein Tag, der sagt dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, so schöne, mein Herz an dich gewöhne, mein Heim ist nicht in dieser Zeit” (Gerhard Tersteegen 1745, im EG 481)

Im Bild ist die greise Prophetin Hanna auch dabei. Der Evangelist Lukas stellt sie uns vor als eine Frau, die durch ihr Vorbild von jedermann in Ehren ernst zu nehmen ist. Ihre Anwesenheit, wie auch die der Maria, platziert das ganze Geschehen in einen der äusseren Höfe des grossen Tempels, denn Frauen war das Innere des Heiligtums nicht zugänglich. Hanna schaut aus dem Bild auf den Beschauenden und deutet, wie um die dreißig Jahre später ja auch Johannes der Täufer, auf Jesus: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen (Johannes 3.30). Hanna pries den Herrn und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung zu Jerusalem warteten (Lukas 2.38).

Mögen auch wir, wie einst Simeon und Hanna, zu dieser Weihnacht das Gottesgeschenk in unser Leben hinein nehmen und es im neuen Jahr dann auch zum Segen unserer Mitmenschen werden lassen.

B. Hildebrandt

 

Forty days of Christmas

Additional text in English is here on our website, and the image is also available as a Christmas card.

 

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