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Text For The Month / Monatsspruch

Texts for the months of October and November 2012
Monatssprüche für Oktober und November 2012

 

Oktober 2012

Der Herr ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt. Klagelieder 3,25

Der Vers ist sehr tröstend. “Der Herr ist freundlich” – bei diesen Worten sind manche von uns in Gedanken schon gleich in der Gottesdienstliturgie und wollen antworten “Und seine Güte währet ewiglich”.

Warum steht so ein positives und hoffnungsvolles Wort ausgerechnet im Buch der Klagelieder? Dieses Buch wird traditionell dem Propheten Jeremia zugeschrieben, der den Untergang und die Zerstörung Jerusalems und des Tempels im Jahr 586 vor Christus beklagt. In der Folge waren viele Juden nach Babylon verschleppt worden und es herrschte Trauer über den Verlust der Heimat und des alten Gottesdienstes. In dieser Zeit wurde das Buch der Klagelieder geschrieben, fünf hebräische Gedichte. Die ersten vier davon beginnen die Verse nach dem hebräischen Alphabet, sozusagen von A bis Z, um auszudrücken, wie allumfassend die Trauer und Klage ist. Auch das dritte Kapitel/Gedicht steht im Zeichen von Trauer und Klage, wie die ersten Verse zeigen:

“1 Ich bin der Mann, der Elend sehen muss durch die Rute des Grimmes Gottes.

2 Er hat mich geführt und gehen lassen in die Finsternis und nicht ins Licht.

3 Er hat seine Hand gewendet gegen mich und erhebt sie gegen mich Tag für Tag.

4 Er hat mir Fleisch und Haut alt gemacht und mein Gebein zerschlagen.

5 Er hat mich ringsum eingeschlossen und mich mit Bitternis und Mühsal umgeben.

6 Er hat mich in Finsternis versetzt wie die, die längst tot sind.

7 Er hat mich ummauert, dass ich nicht herauskann, und mich in harte Fesseln gelegt.

8 Und wenn ich auch schreie und rufe, so stopft er sich die Ohren zu vor meinem Gebet.

…”

Es ist nicht nur allgemeine Klage, sondern Anklage gegen Gott: Gott hat sich gegen mich gewandt. Gott ist die Ursache meiner Not. Und ich kann nichts machen. Selbst beten stößt auf taube Ohren. So haben es wahrscheinlich viele Gläubige vieler Religionen über die Zeiten empfunden, nicht nur Jeremiah und die Juden im babylonischen Exil. Es scheint aussichtslos, hoffnungslos. Das Gebet ändert nichts an der äußeren Situation.

Aber nach einigen Versen voller Verzweiflung ändert sich der Ton:

“18 Ich sprach: Mein Ruhm und meine Hoffnung auf den HERRN sind dahin.

19 Gedenke doch, wie ich so elend und verlassen, mit Wermut und Bitterkeit getränkt bin!

20 Du wirst ja daran gedenken, denn meine Seele sagt mir’s.

21 Dies nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch:

22 Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende,

23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.

24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.”

Mitten in der schwärzesten Not entdeckt der Beter in seiner Seele einen Hoffnungsfunken: “Meine Seele sagt mir’s”. “Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar (d.h. ganz) aus sind”.

Die Situation um ihn herum hat sich nicht geändert. Der Tempel ist noch zerstört und die Heimat fern. Aber Gott ist dennoch da, gibt dem Beter Hoffnung auf eine Zukunft. Das sagt ihm seine Seele, sein Innerstes, nachdem er am (ver-)zweifeln war.

“25 Der Herr ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.”

Gott wendet sich uns zu, wenn wir uns ihm zuwenden. Und sei es in einem (an-)klagenden Gebet, das kein Blatt vor den Mund nimmt, sondern sagt, wie ich mich fühle. Wir sollen Gott im Gebet ehren, aber das heist nicht, dass wir heuchelnd fröhliche Verse nachplappern, wenn es in uns ganz anders aussieht. Er kennt uns und wir dürfen, wir sollen wir sein wenn wir mit ihm reden. Dann haben wir das Versprechen, dass er uns nahe ist und antwortet.

 

November 2012

We are the temple of the living God. 2. Corinthians 6.16

Somehow this is taking up the verse from Lamentations for October. While in that book Jeremiah laments the destruction of Jerusalem and the temple, Paul writes at the time when the second temple was still standing that we ourselves are the temple of the living God. Which is what the Jews had learned since the destruction of the first temple in 586 BC: God does not need a house of stone. He wants to live in us, in our hearts and souls. We can pray to him wherever and whoever we are, because he is not far from us. No wall or cloud can separate us, though it sometimes may seem as if we are cut off from him.

Since this is so, Paul wants us to keep this living temple of the living God, our mind and soul, clean and clear from idols that would clash with God as the main occupant. There should be no wickedness, darkness or unclean thing within us to share the space where God should reign.

That’s a good number of old-fashioned words. We don’t have the idols of the time of Paul. But if we look at the cult that some people create around a singer, a sports star or other famous person, around wealth, health or power we still have plenty which may clash with God in our lives. What is your top priority and interest in your life?

What about wickedness, darkness or unclean things? If you have ever had any selfish or nasty thoughts, envying someone or being mad enough at him or her to wish them something bad, that would fit the bill of things not compatible with God. I’m sure everyone can find plenty of examples without my help.

Through all ages temples have been exceptional buildings calling our attention from everyday life to focus on what people have glimpsed of God, from Stonehenge to the Acropolis, the Blue Mosque to St Paul’s Cathedral. Could we in our daily life be such buildings, pointing to HIM? Luckily God wants to live within us and HE will do the job of alerting others to his presence, as long as we don’t actively contradict him. We might not even notice it. May God grant each of us that this happens.

Udo Bauer

 

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