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Text For The Month / Monatsspruch

Texts for the months of April and May 2014
Monatssprüche für April und Mai 2014

 

April 2014

Eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden. Johannes 16,20

Dies ist kein allgemeines Versprechen von weltlicher Glückseligkeit.

Für Menschen, die als Christen bewusst im Ablauf des Kirchenjahres leben, ist es klar, dass der Monatsspruch in die Passionszeit fällt und auf Ostern zugeht. Dies wird unmissverständlich, wenn man das Johannesevangelium, die Quelle der Aussage beachtet, in der eindringlich immer wieder die Leidensankündigungen Jesu, wie die Gewissheit seiner Auferstehung unterstrichen werden. Hier wird der Monatsspruch in einem Satz geradezu zum Kern des ganzen Evangeliums. Ich könnte es bei dieser Feststellung belassen, möchte aber das Thema noch etwas weiter ausführen:

Eure Traurigkeit … Die Jünger sind hier angesprochen, die Jesus in seine Nachfolge berufen hatte. Sie waren über den Sinn der Sendung ihres Meisters voll informiert: die ihm aufgetragene Versöhnung der Welt mit Gott. Sie verstanden auch ganz sicher sein letztes Gleichnis über die Erfüllung dieser Sendung: Es sei denn, dass das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt’s allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte (Johannes 12,24), wurden dennoch von der Realität überwältigt.

Irdisches Leiden und Sterben waren für Jesus nach seines Vaters Willen ein “Muß”, der alleinige Grund seiner Menschwerdung. So ist es undenkbar und widerspräche allen Zeugnissen, dass Jesus von seinem Lebensschicksal überrascht wurde. Als Gottessohn ist er das vom Vater gesandte Opfer der auf Ewigkeit versöhnenden Gottesgnade an uns. Das wurde durch das Todesurteil der geistlichen Führer in Jerusalem zur Wirklichkeit, denn sie hatten lieber die Ehre bei den Menschen als die Ehre bei Gott (Johannes 12,43).

Da bekam der Begriff der “Traurigkeit” für die Jünger eine weitere Dimension, denn Enttäuschung und Mutlosigkeit, Entsetzen, Schmerz und die Tiefen der Verzweiflung, eben Angst in allen ihren Formen trieb die verzagte Schar in Hoffnungslosigkeit hinter eine verschlossene Tür. Es war eine menschliche Reaktion wie Jesus sie nicht anders erwarten konnte. In der Welt habt ihr Angst … (Johannes 16,33).

Und vergessen wir hierüber nicht, dass Jesus, der Trostworte für seine Jünger hatte, ja selbst, von Unsicherheit gequält, Zuflucht bei seinem Vater nimmt. Er ringt mit Trauer, Trostlosigkeit und unsagbarem Schmerz, in Verlassenheit und Todesangst, die er erst besiegt, als er am Kreuz die Worte spricht: Es ist vollbracht (Johannes 19,30).

Nicht von ungefähr neigen wir zur Betonung des Leides, eine für uns so verständliche Erfahrung. Dies Verweilen bei der Passion und das Hervorheben des Leides war im christlichen Leben nicht immer so. In einem bereits im 17. Jahrhundert gedruckten Buch, einer Sammlung von Predigten für jeden Sonntag und Feiertag des Jahres, suchte ich vergeblich nach einer Predigt zum Karfreitag. Ein englischer Liturgiker schreibt hierzu: “Das Wehgeschrei um den Schmerz und die Schmach Christi darf das Halleluja nicht unterdrücken …”

Wie selbstverständlich war es für mich in jungen Jahren, in den Kirchen der Heimat über dem Altar den am Kreuz hängenden Schmerzensmann zu sehen. Wie erstaunt war ich da, in englischen Kirchen am gleichen Kreuz den aufrecht stehenden, erhöhten Christus mit Königskrone und erhobenen, segnenden Händen zu finden. In Haltung und Geste ist es der Gottessohn, der die Welt überwunden hat. Hier liegt die zu verkündende Hoffnung, die sich nicht leichtsinnig über unsere tägliche Wirklichkeit Illusionen macht, sondern die das Holz des Kreuzes anpackt und mitträgt.

Butterflies, drawing by B. Hildebrandt… soll in Freude verwandelt werden. Diese im Monatsspruch genannte Verwandlung in Freude, sträubt sich gegen ihre Verwirklichung. Lag für Jesus Tod und Auferstehung untrennbar zusammen, war die Osterbotschaft das Ziel der Gnade Gottes, so ist diese Verkündigung “eine seltsame und unerhörte Predigt für die Welt, die keine Vernunft fassen noch glauben kann …” (Luther). Doch ohne diese Predigt, ohne die kraftvolle Osterbotschaft der zu Aposteln gewordenen Jünger als erste Zeugen, gäbe es keinen für alle Zeiten bestehenden christlichen Glauben; wir hätten keine Evangelien, ein Neues Testament wäre nie geschrieben worden.

“Fröhliche Ostern!” Die kritischen Fragen unseres Verstandes hindern uns daran, die Botschaft freudig aufzunehmen. Und nicht erst dem Mensch unserer Zeit ist das Begreifen unbegreifbar.

Wenn wir nun wenigstens mit unseren Fragen auf dem Weg bleiben, dann können wir auch in diesem Jahr wieder das Osterfest feiern. Dabei brauchen wir nicht auf den alten Brauch zurückgreifen, nach dem sich die Prediger im Ostergottesdienst bemühten, die Gemeinde durch lustige Geschichten zum Lachen zu bringen. Es muss auch kein Osterei, dies uralte Schöpfungssymbol sein, denn es hat seine Aussagekraft auf dem Ladentisch verloren. In meiner Zeichnung der Ähren und Schmetterlinge habe ich auf mittelalterliche Symbole gegriffen. Es sind vom Konsum unbelastete Bilder der Auferstehung Christi, auch wenn der Schmetterling, der die scheinbar leblose Hülle der Puppe sprengt, gerade verdeutlicht, dass in der Natur der Rhythmus Leben, Tod und neues Leben wiederum zum Tod bestimmt ist. Die Osterbotschaft verkündigt da ein neues Leben, das nicht wieder dem Tod ausgeliefert ist. Dies nennen wir ewiges Leben.

Vertrauen wir deshalb auch weiterhin dem Geist der ersten Zeugen, wenn wir uns um den Glauben an die Osterbotschaft mühen.

 

May 2014

There is neither Jew nor Greek, slave nor free, male nor female, for you are all one in Christ Jesus. Galatians 3.28

This principle is reflected on the inside cover of our Association Programme and in the first lines on the home page of our website. It does not mean, that people who practice this, lose their individuality, because there is diversity in unity as well as unity in diversity.

And although the world has always struggled with the fulfilment of St. Paul’s statement, and when one aspect had been overcome, another one surfaced, it does not diminish the progress that has been made. It means however that there is no room for complacency.

Bernd Hildebrandt

 

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