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Text For The Month / Monatsspruch

Texts for the months of April and May 2017
Monatssprüche für April und Mai 2017

 

April 2017

Why do you look for the living amongst the dead? He is not here; he is risen. Luke 24. 5-6

Throughout the centuries this “Why” has been with us, but remains unanswerable by reason. The angel asking here, is a messenger from God, a witness, who is not proclaiming a new gospel, but emphasising what Christ has preached all along. Only, then and now, people do not understand. We argue, debate, probe all aspects of the Easter message to this day. Martin Luther called Easter a strange and shocking sermon for the world, which reason cannot grasp nor common sense believe. But there remains faith and hope. In his catechism he wrote: “I believe that by my own reason or strength I cannot believe in Jesus Christ, my Lord, or come to him. But the Holy Spirit has called me through the Gospel, enlightened me with his gifts ...”

Easter eggs“Happy Easter!” This Holy Day, not holiday, calls for celebration. Luther is on our side when he tells us: “Our Lord has written the promise of resurrection, not in books alone, but in every leaf in spring time”. The awakening of nature brings happiness, and customs help us, to create a festive spirit. Spring after the death of winter has from old been a symbol of Christ’s resurrection, although spring is at the same time a lesson, on the rhythm of life, followed by death and new life that is followed by death again. The Easter message proclaims a new life without death. We call it eternity.

Many times I wrote of the symbolism in Easter eggs. I still decorate some each year, display them throughout the Easter time until Ascension Day and use them as gifts, a talking point with neighbours who are of different Faiths.

 

 

Mai 2017

Eure Rede sei allezeit freundlich und mit Salz gewürzt. Kolosser 4,6

Dass wir freundlich miteinander reden sollen, bedarf keiner Erklärung oder besonderer Begründung. Aber dass die Rede auch wirksam wie Salz in der Speise ist, das braucht schon überlegte Sorgfalt. Und da habe ich mir nun erlaubt, im Gedenken der 500 Jahre Reformation, Martin Luthers Übersetzung der Bibel hier als Beispiel für freundliches und gewürztes Reden zu zitieren. Luther schrieb zum Thema Übersetzen in 1530: “Man muss die Mutter im Haus, die Kinder auf der Gasse, den einfachen Mann auf dem Markt danach fragen, und denselben auf das Maul sehen, wie sie reden, und dann übersetzen, so verstehen sie es denn, und merken, dass man deutsch mit ihnen redet.” Das war eine kluge Einstellung bei seinem Ringen, unermüdlich das beste Wort zu finden. Und so gab er uns eine Bibel-Übersetzung, die für unsere deutsche Sprache großen Einfluss hatte, und auch in unseren Tagen noch lebendig ist. Und dies bei allen sprachlichen Veränderungen, einschließlich der heute in das Deutsche eingewanderten, in den Tausenden zählbaren, beliebten Anglizismen. So hat durch die Lutherbibel auch das Volk seinerseits dem Reformator über die Jahrhunderte aufs Maul geschaut. Hierzu nun einige Beispiele:

Niemand kann zwei Herren dienen 1 – Der Prophet gilt nichts in seinem Vaterland 2 – Bleibe im Land und nähre dich redlich 3 – Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein 4 – Hochmut kommt vor dem Fall 5 – Unrecht Gut gedeiet nicht 6 – Wenn dich die bösen Buben locken, so folge nicht 7. Diese Worte sind nicht urdeutsch, sondern über die Bibel orientalischen Ursprungs, wie auch: Böse Beispiele verderben gute Sitten 8 – Geiz ist die Wurzel allen Übels 9 – Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert 10 – Wer Pech angreift, besudelt sich 11 Oder nehmen wir Redewendungen wie Die krummen Wege 12 – Die Wölfe im Schafspelz 13 – Alles ist eitel 14 – Auf Herz und Nieren prüfen 15.

Die biblischen Redewendungen in unserer Sprache gehen wohl in die Hunderte. Das ist gar nicht so verwunderlich, denn nach der Reformation wurde die Heilige Schrift vornehmste Bildungsquelle und erster literarischer Hausschatz. Das Buch der Bücher war zum Volksbuch geworden. Ausdrücke und Wendungen waren in aller Munde: Ein Dorn im Auge 16 – Ein Kind des Todes 17 – Der Teufel ist los 18 – Wers glaubt, wird selig 19 – Ein Herz und eine Seele 20 – Das Ende mit Schrecken 21 – Das zweischneidige Schwert 22 – Die dienstbaren Geister 23 – Der Dinge harren, die da kommen sollen 24 – und schließlich auch Sehen, wo es hinaus will. 25

Goethe sagte zur Bibel: “Fast ihr allein war ich meine sittliche Bildung schuldig.” Und man könnte eine Seite mit Beispielen füllen, wie oft er aus der Bibel in seinen Werken zitiert hat. Aber wir brauchen nicht zu Goethe und anderen Dichtern zu gehen, wenn wir nach biblischen Ausdrücken in der Sprache suchen. Der Beispiele scheint kein Ende zu sein. Auch heute stellen noch Menschen gern ihr Licht unter den Scheffel 26 und manch einer ist schon zum Stein des Anstoßes 27 geworden. Wir arbeiten im Schweiße unseres Angesichtes 28 und kommen auf keinen grünen Zweig 29, und immer wieder gibt es Menschen, die ernten, wo sie nicht gesät haben 30. Man sollte feurige Kohlen auf ihr Haupt sammeln 31. Nun, wir gehen den Weg allen Fleisches 32, und einmal heißt es für jeden: Bis hierher und nicht weiter 33. Es hat keinen Zweck, von Pontius bis Pilatus zu laufen 34, sondern wir müssen wissen, Hoffnung lässt nicht zu Schanden werden 35.

Die biblischen Zitate und geläufigen Redewendungen dieser Art werden in Wörterbüchern oft gar nicht mehr auf ihre Quellen zurück geführt. Sie liegen so tief in der Umgangssprache (bezeichnet mit ugs.) eingebettet, dass die biblische Herkunft für den ernsthaften Sucher zur Entdeckung einer verborgenen Weisheit werden kann. Aber andererseits können selbst die heutigen sprachlichen Veränderungen den festen Platz der Lutherbibel in diesem Umfeld nicht verdrängen. Doch gestern und heute müssen sich aufeinander einstellen. Dabei ist jedoch die Zeit vergangen, in der eine neue Bibelübersetzung die Sprache prägen könnte. Deshalb die Bitte: O Gott und Herr, so viel ist neu, lass deinem Wort uns bleiben treu.

Bernd Hildebrandt

 

Quellen der Zitate: 1) Matth. 6,24; 2) Matth. 13,57; 3) Ps. 37,27; 4) Spr. 26,27; 5) Spr. 16,18; 6) Spr. 10,2; 7) Spr. 1,10; 8) 1.Kor. 15,33; 9) 1.Tim. 6,10; 10) Luk. 10,7; 11) Sirach 13,1; 12) Ps. 125,5; 13) Matth. 7,15; 14) Pred. 1,2; 15) Ps. 7,10; 16) Num. 33,45; 17) 1.Sam. 6,16; 18) Offb. 19,2f; 20) Mark. 16,16; 20) Apg. 4,32; 21) Ps. 73,19; 22) Heb. 4,12; 23) Heb. 1,14; 24) Luk. 21,26; 25) Ruth 3,18; 26) Matth. 5,15; 27) Jes. 8,14; 28) Gen. 3,19; 29) Hiob 15,32; 30) Luk. 19,22; 31) Spr. 25,22; 32) Hiob 16,22; 33) Hiob 38,11; 34) Luk. 23; 35) Röm. 5,5

 

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